Wahlprogramm 2018-2023

Wir lieben Mildstedt. Erreichen wir mehr.

Zukunft wartet nicht auf Politik von gestern.

Wir schätzen uns glücklich, in Mildstedt zu Hause zu sein und lieben, hier zu leben. Wir genießen seine Vorzüge und ärgern uns über kleine und große Unzulänglichkeiten. Vieles davon betrifft die Arbeit der Kommunalpolitik. Die steht immer mehr vor den Herausforderungen der Zukunft: Der demographischen Entwicklung auf der einen und dem technologischen Fortschritt und den Chancen der Digitalisierung auf der anderen Seite. Aber diese Zukunft wartet nicht auf Politik von gestern. Lebensqualität definiert sich für Alt und Jung unterschiedlich, so wie die Anforderungen an eine moderne Gemeinde. Nach mehr als 40 Jahren ist es für uns an der Zeit für einen Politikwechsel und eine neue Mehrheit in der Gemeindevertretung, die auf die neuen Fragen neue Antworten geben und für die Herausforderungen der Zukunft neue Lösungen entwickeln kann. Weil uns unser Dorf und die Menschen, die es ausmachen, am Herzen liegen, wollen wir Freie Demokraten mehr für Mildstedt erreichen. Geben Sie uns dafür Ihr Vertrauen und unseren Kandidaten Ihre drei Stimmen!

Politik ohne Draufzuzahlen

Eine neue Haushaltspolitik. Nein zu Straßenausbaubeiträgen.

Seit Jahrzehnten hat die sozialdemokratisch geführte Gemeinde durch ihre Ausgabenpolitik dafür gesorgt, dass Mildstedt trotz Ausweisung neuer Baugebiete zu geringe Rücklagen als Risikovorsorge bilden konnte. Vorhaben wurden unzureichend geplant oder wie beim Mensa-Neubau ohne Möglichkeit der Förderung durch die SPD-geführte Landesregierung und ohne Rücksicht auf explodierende Kosten realisiert. Mildstedt hat mehr als einmal draufgezahlt. Das darf nicht mehr passieren. Auch angesichts der notwendigen Reform der verfassungswidrigen Grundsteuer ist daher künftig besondere Sorgfalt erforderlich. Wir Freien Demokraten werden auf eine verantwortungsvolle Haushaltspolitik achten.

Statt die Oberflächenentwässerung kontinuierlich an die Erfordernisse eines stetig wachsenden Ortes anzupassen und nachhaltig zu unterhalten, wird nun der Deich- und Hauptsielverband nachholen, was frühere Mehrheiten versäumten. Bürger und Gemeinde müssen dafür viel Geld bezahlen. Wir Freien Demokraten stellen uns daher gegen die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen, die nötig wären, wenn die Politik von gestern fortgesetzt wird. Freie Demokraten haben in der Jamaika-Koalition durchgesetzt, dass den Gemeinden die gesetzliche Möglichkeit für diesen Verzicht wieder eröffnet wird. Die Landes-SPD war dagegen, sie hatte die Pflicht zur Erhebung zuvor eingeführt. Wenn die SPD Mildstedt sich nun gegen Straßenausbaubeiträge ausspricht, wäre das positiv, aber unglaubwürdig.

 

Klug in Zukunft investieren

Glasfaser, Kindergarten, Schule & Sportstätten mit Priorität.

Wer wie wir Freien Demokraten in die Zukunft Mildstedts investieren will, muss klug in Zukunft investieren. Wir wollen eine mittelfristige Investitionsplanung, die Fördermöglichkeiten für Mildstedts Zukunftsprojekte clever nutzt und Prioritäten setzt:

Glasfaserausbau endlich aufnehmen. Nur Glasfaseranschlüsse bis ins Haus stellen auch in Zukunft eine leistungsfähige Verbindung ins Internet für Freizeit, wie Arbeitsleben sicher. Wir Freien Demokraten werden uns dafür einsetzen, den Breitbandausbau in Mildstedt endlich aufzunehmen und freie WLAN-Hotspots an geeigneten öffentlichen Stellen, z.B. Sportstätten, zu installieren.

Mehr Kindergartenplätze. Kinder sind unsere Zukunft. Der ständige wachsende Bedarf junger Familien macht einen Neubau für den Evangelischen Kindergarten notwendig. Wir Freien Demokraten wollen eine gute und vor allem verkehrssichere Erreichbarkeit gewährleisten – Kurze Beine sollen nur kurze Wege gehen müssen. Die Frage des Standortes des Evangelischen Kindergartens wollen wir vor dem Hintergrund sich in der Dorfmitte neu ansiedelnder Familien zusammen mit Eltern und Kirche ausführlich und anhand objektiver Kriterien beraten.

Moderne Grund- und Gemeinschaftsschule. Wir wollen eine moderne, digital aufgestellte Grund-& Gemeinschaftsschule, die sich auch in Zukunft im Wettbewerb bewährt. Wir Freien Demokraten werden alle Kontakte in die Landesregierung nutzen, um zu erreichen, dass auch Unterrichtsversorgung und Personalausstattung entsprechend gewährleistet sind.

Konzept für die künftige Sportanlagenentwicklung. Unsere Sportvereine sehen sich ihrerseits vor Herausforderungen. Um attraktiv für neue Mitglieder zu bleiben, sind neue Angebote notwendig, die aber auch neue Sportstättenkapazitäten erforderlich machen. Wir Freien Demokraten wollen mit den Sportvereinen ein Konzept für die Sportanlagenentwicklung erarbeiten. Auch eSport-Angeboten gegenüber werden wir dabei aufgeschlossen sein.

Gewerbeflächenentwicklungskonzept erarbeiten. Mildstedt darf nicht länger die Gewerbeflächenvermarktung allein den Nachbargemeinden überlassen. Wir Freien Demokraten werden uns daher um die Entwicklung neuer und attraktiver Gewerbeflächen bemühen.

 

Politik ohne Draufzuzahlen

Familien entlasten. KiTa-Gebühren deckeln.

Dank der Freien Demokraten in der Landesregierung wird die Kita-Finanzierung mit dem Ziel neu geregelt, den Kommunen mehr Mittel für Qualitätsverbesserungen und die Deckelung der Elternbeiträge auf niedrigem Niveau zur Verfügung zu stellen. Bereits ab 2018 gibt das Land dazu zusätzliche 481 Mio. Euro an die Kommunen. Wir Freien Demokraten wollen die Entlastung bei den Betriebskosten auch in Mildstedt an die Familien weitergeben. Eine Erhöhung der Elternbeiträge lehnen wir daher entschieden ab und setzen uns für eine Deckelung auf niedrigem Niveau und eine künftige schrittweise Absenkung ein.

 

Mehr Einsatz für Wald & Naturerlebnisraum

Unsere Umwelt ist bei uns in kompetenten Händen

Direkt vor unserer Tür liegen 85 ha Naturerlebnisraum und laden 6,5 km Wander- und Reitwege zum Erholen und Genießen von Wald, Heidefläche, Niederung und Mühlenau ein. Mit Günter Jacobsen und Rolf Gröttker engagieren sich zwei Liberale an der Spitze des Fördervereins für die grüne Lunge Mildstedts.

Wir Freien Demokraten haben in der Gemeindevertretung ziemlich alleine hart dafür gekämpft, dass der bereits von Orkan Christian schwer betroffene Naturerlebnisraum nicht auch noch durch den Bau der 380kV-Höchstspannungsleitung beeinträchtigt wird. Unser Vorschlag, die Trasse mit maximalem Abstand östlich des Hübbrüchweges verlaufen zu lassen, fand aber keine Unterstützung, obwohl sie an dieser Stelle auch von Tennet als die raumverträglichste Alternative bewertet worden war. Die Gemeinde nutzte unsere Vorlage nicht. Stattdessen wird die 380kV-Leitung nun näher an bewohntem Gebiet in Mildstedt und Rosendahl und durch unseren Naturerlebnisraum verlaufen.

Wir Freie Demokraten fordern mehr Einsatz der Gemeinde für Wald und Naturerlebnisraum und mehr Unterstützung für die ehrenamtlich Engagierten, die sich mit Herzblut um Pflege und Weiterentwicklung des NER kümmern. Wir wollen mehr Blühflächen für Insekten und setzen uns für eine Weiterentwicklung der Mildstedter Biotope ein. Bei neuen Baumaßnahmen soll künftig mehr auf die Vermeidung von Flächenversiegelung geachtet werden.

 

Eine ÖPNV-Anbindung an Husum, die funktioniert,

Irrtum ausbügeln. Neue ÖPNV-Gespräche.

Die Einbindung in den Husumer Stadtverkehr ist für Mildstedt über die Schülerbeförderung hinaus das zentrale Mobilitätsangebot. Mit der kommenden Ausschreibung des Stadtverkehrs werden sich einschneidende Änderungen ergeben. Die Gemeinde hat versucht, eine nicht unerhebliche Erhöhung ihres finanziellen Beitrags an die Stadt Husum so gut es geht zu begrenzen. Wir Freien Demokraten haben das damals in Verantwortung für den Haushalt, aber nicht ohne Bauchschmerzen mitgetragen. Heute müssen wir eingestehen, dass die Skepsis berechtigt war. Das Verhandlungsergebnis ist eine massive Verschlechterung der Anbindung, die niemals unser Ziel war, soweit die Linienführung in die Innenstadt und zum Bahnhof nicht mehr über Rödemis erfolgt, Mildstedt vom gesamten Husumer Süden abgeschnitten wird und Rosendahl gar nicht im Stadtverkehr bedient werden soll. Diese Einsicht muss daher schnell neue Gespräche mit Husum zur Folge haben.

Wir Freien Demokraten wollen eine attraktive Anbindung an den Stadtverkehr mit Husum auch für Rosendahl und die Wiederherstellung des Anschlusses an Rödemis, weil nur ein attraktives ÖPNV-Angebot auch Autofahrer als gute Alternative von seiner Nutzung überzeugt.

 

FDP bleibt bei Nein zum Verkauf

SPD muss Plan zum Erhalt des Kirchspielkruges offenlegen

Nachdem die SPD gegen den erklärten Widerspruch der Freien Demokraten das politische Verfahren für einen Verkauf von Gebäude und Grundstück des Kirchspielkrugs erfolgreich in Gang gesetzt hat, gehen die Sozialdemokraten nun mit dem Versprechen in den Wahlkampf, den Krug erhalten zu wollen.

Wir Freien Demokraten bezweifeln, dass sich dieses Versprechen so am besten halten läßt. Für uns sind diese beiden Schritte nicht mit ausreichender Sicherheit vereinbar. Ein Verkauf macht den Erhalt des Kruges jedenfalls nicht wahrscheinlicher. Wie sie dies erreichen will, hat die SPD den Wählern bisher nicht offengelegt.

Nach reiflicher Abwägung der Argumente lehnen wir es weiter ab, ein zentrales gemeindeeigenes Grundstück im Herzen unseres Dorfes einfach aus der Hand zu geben. Andere Gemeinden sind gezwungen, entsprechende Objekte zu übernehmen, um den maßgeblichen Ort des Dorf- und Vereinslebens zu erhalten.

Nur als Eigentümerin hat die Gemeinde den weitestgehenden Einfluss auf die Nutzung von Gebäude und Grundstück und kann tatsächlich sicherstellen, dass die den Dorfcharakter prägenden Veranstaltungen wie Ringreiten und Schützenfest auch künftig an ihrem traditionellen Ort ausgetragen werden. Wer diese Ansicht teilt, kann nur Freie Demokraten wählen.

 

Erreichen wir mehr.

  • Notwendige Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses & der technischen Ausstattung.
  • Stärkung der wohnortnahen Nahversorgung.
  • Digitalisierung der Verwaltung & Erarbeitung eines Konzepts, um Mildstedt mit Fachleuten zum „Digitalen Dorf“ zu entwickeln.
  • Verbesserung des Online-Informationsangebotes von Gemeinde und Amt im Zuge der Einführung der digitalen Gremienarbeit.
  • Beteiligung von Kindern & Jugendlichen an der Gemeindepolitik.
  • Möglichkeit der Einwohnerversammlung zum Bürger-Dialog nutzen.