FDP Mildstedt stellt TenneT-Trassenvorschlag für den Osten Husums in Frage

Mit einer Briefaktion an die Mildstedter Haushalte hat die FDP um Unterstützung für den Vorschlag eines abweichenden Verlaufs der geplanten 380kV-Höchstspannungstrasse über das Gebiet der Gemeinde geworben. Damit stellen die Liberalen um ihren Vorsitzenden und Gemeindevertreter Günter Jacobsen sowohl den bisherigen TenneT-Trassenvorschlag für den Osten Husums, wie auch das bisherige Verfahren der SPD-geführten Mehrheit in der Gemeindevertretung in Frage.

Die FDP fordert stattdessen einen alternativen Trassenverlauf und hat dazu zwei Vorschläge gemacht, die den Naturerlebnisraum Mühlenau stärker schonen und Mildstedt wie Rosendahl auch zukünftig größere Entwicklungsmöglichkeiten lassen. Diese sollen im Rahmen des„Liberalen Stammtischs“ am 29. Oktober 2014 um 19.30Uhr diskutiert werden. Dazu laden die Liberalen alle interessierten Mildstedter in den Kirchspielskrug ein.

BriefMildstedtMeterKarteGünter Jacobsen und der stellvertretende Vorsitzende der FDP Mildstedt Ulrich Mittendorf erklärten:

„Die FDP hat die grundsätzliche Notwendigkeit dergeplanten 380kV-Westküstentrasse über das Gebiet unserer Gemeinde zur Ableitung des in Nordfriesland produzierten Stroms aus erneuerbaren Energien stets anerkannt und die „Huckepacklösung“ für die bestehende 110kV-Trasse auf den neuen Masten der 380kV-Höchstspannungsleitung befürwortet. Wir haben uns aber ebenso klar dafür ausgesprochen, dass bei der Verlaufsplanung der Grundsatz „Jeder Meter zählt“ gelten muss, um den größten möglichen Abstand der neuen, fast doppelt so hohen Höchstspannungsmasten vom zusammenhängend bebauten Gemeindegebiet zu erreichen. Für uns kommt nur der raumverträglichste Trassenverlauf in Frage, der nur östlich der bestehenden Nord-Süd-Leitung, näher an Mildstedts östlicher Gemeindegrenze entlang führen kann, als näher an den Wohngebieten zu verlaufen. Dies kann und muss mit einer Planungsvereinbarung sichergestellt werden, wie sie schon die Gemeinde Koldenbüttel im Sinne Ihrer Bürger nach transparenter Beteiligung der Einwohner mit TenneT abgeschlossen hat!“
Die FDP wehrt sich damit zugleich gegen die Art und Weise der bisherigen kommunalpolitischen Befassung mit der Angelegenheit, die alle Mildstedter betreffe, diese bislang aber zu wenig einbezogen habe. Jacobsen und Mittendorf erklärten abschließend:

„Eine grundlegende Beteiligung aller Bürger haben wir bereits im Frühjahr mit einem Antrag in der Gemeindevertretung anzuregen versucht – Doch die Mehrheit der Gemeindevertreter von SPD und AWM hat nicht einmal darüber diskutieren wollen und abgelehnt, unseren Antrag auf die Tagesordnung zu setzen. Stattdessen verhandelte der Bürgermeister mit Landeigentümern und der TenneT und unterbreitete seinen handgezeichneten Minimalvorschlag, der dann von TenneT prompt verworfen wurde.“

 

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