Ausbau des 380 KV Höchstspannungsnetzes

Mildstedt wird aufgrund seiner Nähe zu Husum wahrscheinlich von der geplanten Trassenführung betroffen ein, entweder westlich oder östlich der geschlossenen Wohnbebauung .Wir befürworten den Ausbau, denn nur geleiteter Windenergie-Strom ersetzt Atom-Strom. Ansonsten zahlt der Verbraucher ohne irgendeine Leistung zu erhalten. Für den schnellen Ausbau ist eine breite Akzeptanz erforderlich, die nur durch Offenheit seitens der Gemeinde  und Handeln im Sinne der Bürger erreicht werden kann. Wir erwarten daher:

1. Mildstedt macht den Planungsprozess auf Gemeindebene transparent und bindet Bürger aktiv ein, weil wir Bürgerbeteiligung nicht als Hemmschuh für die Planung von Infrastrukturmaßnahmen begreifen, sondern als Instrument zur Beschleunigung und Gewährleistung von Planungsqualität durch Einbeziehung bürgerlichen Know-hows einsetzen.

2. Mildstedt berücksichtigt private Interessen nicht erst im Rechtsbehelfsverfahren und steht daher für die frühzeitige Bereitstellung wirksamer Instrumente zur Geltendmachung von Rechten, schutzwürdigen Interessen und Belangen, die es ermöglichen, kosten- und zeitintensive behördliche Erörterungs- und Anhörungsverfahren zu straffen.

3.Mildstedt unterstützt eine breite wirtschaftliche Bürgerbeteiligung nach dem Vorbild der Bürger-Windparks und beteiligt sich  an der Prüfung und Erarbeitung rechtlicher Rahmenbedingungen, um die Gründung von „Bürgernetz-Unternehmen“ auf einen erfolgreichen Weg zu bringen.

4.Mildstedt unterstützt das Ziel, den Baubeginn im Jahr 2015 und eine zügige Fertigstellung zu gewährleisten, um zu beweisen, dass die beschleunigte Energiewende tatsächlich funktioniert und der Kreis Nordfriesland vollkommen zu Recht Modellregion und damit Vorbild für die gesamte Republik ist.

5. Unter dieser Maßgabe steht Mildstedt für eine Trassen-Planung ein, die die Einhaltung großzügiger Mindestabstände zu zusammenhängend bewohnten Gebieten sicherstellt.

6.  Eingriffe in das Landschaftsbild sollen so gering wie möglich gehalten werden. Dazu ist die Nutzung bestehender Trassen durch Bündelung der Höchstspannungsleitung mit bestehenden Freileitungswegen und anderen vorhandenen oder geplanten liniengleichen Infrastrukturen, sowie ggfs. der Einsatz von  Hochtemperatur-Leiterseilen (HTLS)  zu bevorzugen.

7. Für den Bau neuer 110kV-Leitungen wird grundsätzlich der Einsatz von Erdkabel vorgesehen.

8. Mildstedt ist bereit, zur Herstellung von Einvernehmen zu einem gerechten finanziellen Ausgleich der Interessen der vom Netzausbau unmittelbar betroffenen Flächeneigentümer  beizutragen.  Landeigentümer sollen mit angemessenen Pachtzahlungen entschädigt werden.

9. Mildstedt unterstützt die Suche nach Lösungen für einen besseren Finanzausgleich zwischen Gemeinden, die mittelbar  oder unmittelbar von der Wertschöpfung aus Windenergie profitieren, und solchen, über deren Gebiet zwar die geplante Leitungstrasse verläuft, die aber mangels Windeignungsflächen niemals direkt  von der Windenergie werden profitieren können. Dazu soll der Vorschlag einer Beteiligung der Anliegergemeinden an der Gewerbesteuer weiterverfolgt werden.

 

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